Wie viel Energie steckt eigentlich in einem Bier? Die Herstellung von Bier ist traditionell stark von fossilen Brennstoffen abhängig – vor allem für die Erzeugung von Dampf und Prozesswärme. Mit dem Neubau des Riedenburger Brauhauses gehen wir einen anderen Weg: Wir haben ein Energiekonzept entwickelt, das die Bierherstellung vollständig ohne fossile Brennstoffe ermöglicht.
Auf dieser Seite zeigen wir, wie sich das konventionelle System von unserem neuen Ansatz unterscheidet – und welche technischen Lösungen dahinterstehen.
In klassischen Brauereien wird Prozesswärme überwiegend durch erdgasbefeuerte Dampfkessel erzeugt. Abwärme bleibt oft ungenutzt, und Strom sowie Wärme werden getrennt betrachtet.
Im Riedenburger Brauhaus werden vorhandene Abwärmequellen systematisch genutzt, über Wärmepumpen auf ein nutzbares Temperaturniveau angehoben und in Form von Heißwasser und Dampf bereitgestellt. Die Energieversorgung erfolgt vollständig ohne fossile Brennstoffe und basiert auf erneuerbarem Strom.
Der zentrale Unterschied liegt in der Art der Energiegewinnung: In konventionellen Systemen wird Wärme durch die Verbrennung fossiler Energieträger erzeugt. Unser Ansatz nutzt stattdessen vorhandene Energie im System – insbesondere Abwärme aus verschiedenen Prozessen der Brauerei. Diese wird über Wärmepumpen auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und erneut genutzt. Ergänzend kommt ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen zum Einsatz. Dadurch entsteht ein geschlossener Energiekreislauf, der den Bedarf an externer fossiler Energie vollständig ersetzt.
