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Biervorstellung: Historisches Emmerbier

Unser Gebietsverkaufsleiter Jan Platzer stellt sein Lieblingsbier vor: das Historische Emmerbier

 

Jan, warum ist das Historische Emmerbier Dein Lieblingsbier?

 

Jan: Das Historische Emmerbier ist ein Klassiker und hat mittlerweile echten Kultstatus bei Biertrinkern. Es hat eine Bernsteinfarbe, einen wunderschönen Schaum, ist weich und süffig im Geschmack und somit mein absoluter Favorit beim Riedenburger Brauhaus.

 

Warum ist das Emmerbier "historisch" ?

 

Jan: Neben Gersten- und Weizenmalz werden bei dieser Biersorte Emmer- und Dinkelmalz verbraut. Die beiden letzteren Malzsorten basieren auf alten Getreidearten, die vor Jahrhunderten eine wichtige Rolle beim Bierbrauen spielten, im Laufe der letzten Jahrzehnte jedoch an Bedeutung verloren haben. Seit rund fünf Jahren erleben diese Getreidesorten allerdings ein regelrechtes Comeback.

 

Warum sind Urgetreidesorten auf dem Vormarsch?

 

Jan: Diese alten Sorten gelten als nachhaltiger, gesünder und schmackhafter. Außerdem haben sie auch Vorteile beim Anbau: Da ihr Korn von einer schützenden Hülle - dem Spelz -  umgeben ist, sind sie robuster gegen Krankheiten. Das ist gerade für den ökologischen Landbau wichtig, denn der Einsatz von chemischen Spritzmitteln ist den Bio-Bauern gänzlich untersagt.

 

Wann hat das Riedenburger Brauhaus erstmals mit einer alten Sorte gebraut?

 

Jan: Bereits Ende der 1990er-Jahre wurde erstmals mit Urgetreide gebraut. Ein Vertragsbauer des Brauhauses hatte eine Weizenunverträglichkeit und hat nach alternativen Sorten gesucht. Er hat gemerkt, dass alte, ungekreuzte Getreidesorten wie  Emmer besser verträglich sind. Diese Erfahrung hat der Öko-Bräu als Anlass genommen, selbst mit alten Getreidesorten zu experimentieren.

 

Urgetreide ist generell teurer als herkömmliches Getreide. Was macht dessen Einsatz trotzdem so interessant? 

 

Jan: Urgetreidesorten kosten tatsächlich teilweise das Zwei- bis Dreifache von herkömmlichem Getreide. Allerdings können wir mit diesen ursprünglichen Sorten ein besonderes Bier brauen. Vor allem Emmer und Dinkel machen die Biere geschmacklich interessant.

 

Was zeichnet die Urgetreide-Biersorten aus? 

 

Jan: Die alten Getreidesorten haben einen höheren Eiweißgehalt. Die Biere sind somit milder, laufen besser die Kehle runter.

 

Gibt es hinsichtlich des Reinheitsgebots Einschränkungen beim Einsatz von Urgetreidesorten?

 

Jan: Der Einsatz dieser Getreidesorten selbst ist unproblematisch, die Brauweise allerdings ist vorgeschrieben: Diese Biere dürfen nur obergärig gebraut werden.

 

 

Jan Platzer ist gebürtiger Regensburger und bekennender Gastro-Fan. Besonders die Vielfalt in der deutschen Bierszene hat es dem erfahrenen Barkeeper und Vertriebsspezialisten angetan. Jan arbeitet seit März 2019 beim Riedenburger Brauhaus und ist als Gebietsverkaufsleiter für die Regionen Regensburg, Nürnberg und Altmühltal zuständig.

 

 

 

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