Die ökologischen Rohstoffe

Unsere Braurohstoffe (Getreide und Hopfen) wählen wir sorgfältig bei den Bio-Landwirten der Bioland-Erzeugergemeinschaft aus. Sie unterliegen strengsten Kontrollen nach den Bio-EU-Standards und den noch strengeren Bioland-Richtlinien. Ebenso unterliegt die Mälzerei diesen strengen Kontrollen. Schwefeln zur Haltbarmachung ist nicht erlaubt.

Das Wasser 

Wir haben das Glück, über einen eigenen Brunnen mit dem Prädikat „von ursprünglicher Reinheit“ zu verfügen. Unser artesisches Urwasser, mit dem wir schonendst und sparsam umgehen, verwenden wir völlig naturbelassen, ohne übliche Wasseraufbereitung, lediglich Eisen wird auf natürliche Weise entzogen.

Braugerste

Riedenburger Braugerste ist das Produkt einer langfristigen Partnerschaft zwischen dem Bräu Michael Krieger und Bioland-Landwirten. Die Beschaffenheit der Rohstoffe ist für uns von größter Bedeutung, weil unsere Charakterbiere keiner Norm entsprechen und sich in Ihrem Bierglas wiederfindet, was die Natur wachsen lässt. Die Eigenschaften der Braugerste sind für uns als handwerkliche Brauerei aus einem weiteren Grund wichtig: Die Gerstenspelzen schaffen den natürlichen Filter, der Grobbestandteile auf natürliche Weise filtert. Damit können wir auf herkömmliche Filtrationsmaßnahmen verzichten, die die Vollwertigkeit des Bieres beeinträchtigen würden.

Weizen

Als traditionelle Weißbierbrauerei legen wir größten Wert auf Weizen höchster Qualität und setzen bei unseren typisch bayerischen Weißbieren einen möglichst hohen Anteil an Weizen ein.

EINKORN

ist das älteste bekannte Urgetreide der Erde (Nachweis bis 8000 v. Chr.). Durch den hohen Anteil an Carotinoiden, Mineralstoffen und essentiellen Aminosäuren gilt Einkorn als besonders wertvoll und von edlem Geschmack. Bei Bier und Gebäck entsteht eine ungewöhnlich milde, elegante, an Vanille erinnernde Geschmacksnote.

EMMER

Emmer gehört zu den ältesten kultivierten Getreiden. Zusammen mit Einkorn undDinkel gehört Emmer zu den Urgetreide-Arten. Einkorn (Triticum monococcum) ist das älteste bekannte Urgetreide. Durch Kreuzung von Ur-Einkorn mit Wildgras und Mutationen entstand daraus im Laufe von Jahrtausenden der Emmer (Triticum dicoccum) oder auch „Zweikorn“ genannt.

Emmer und Einkorn waren 8000 v.Chr. in Mesopotamien und Ägypten bekannt. Sie breiteten sich über den Vorderen Orient nach Mitteleuropa aus. Bis ins Mittelalter war Emmer das Getreide für Brei, Brot und Bier. Bereits gegen Ende der Bronzezeit um 1.000 v.Chr. gingen Anbau und Bedeutung von Emmer und Einkorn zurück und der Aufstieg der ertragreicheren Getreidesorten Gerste, Dinkel, Weizen und Roggen verdrängte das Urgetreide.  Mit der Intensivierung der Landwirtschaft in den letzten Jahrhunderten verloren Emmer und Einkorn auch in den bis dahin wichtigen Anbaugebieten in Südwestdeutschland an Bedeutung. 1936 soll es nur noch einen Emmer-Acker in Deutschland gegeben haben. In den 1950-er und 1960-er Jahren wurden Emmer und Einkorn offensichtlich überhaupt nicht mehr angebaut.

Geringere Erträge - mehr Umweltleistungen
Dass Emmer und Einkorn in der konventionellen Landwirtschaft keine Rolle mehr spielen, hat vor allem zwei Gründe: Das Getreide reift später und die Erträge sind um ca. 25% geringer. Der ökologische Landbau schenkt Emmer seit einigen Jahren vermehrte Aufmerksamkeit. Zum einen sind diese Getreidesorten anspruchslos und gegen viele Krankheiten resistent – im Ökolandbau, der ohne Pestizide und chemische Dünger auskommt, ein wichtiges Argument. Hinzu kommt, dass der Erhalt alter Nutzpflanzensorten gerade im Zeitalter großflächiger Monokulturen an Bedeutung gewinnt. Im Zuge der Biodiversität liegen die alten Getreidesorten durchaus im Trend. Der Ertrag lässt sich eben nicht beliebig steigern, weil die einzelnen Pflanzen relativ weit voneinander weg stehen (geringer Halmschluss). Das hat den für die Umwelt günstigen Nebeneffekt, dass der Boden mehr Licht erhält und durch ein warmes Mikroklima ausbilden kann, das wiederum die Artenvielfalt begünstigt und z.B. Vogelarten die Nahrungsversorgung sichert. Die Artenvielfalt von Flora und Fauna wird im Emmerfeld insgesamt begünstigt.

Wichtig für eine interessantere, gesunde Ernährung

Geschmacklich und gesundheitlich bieten Emmer und Einkorn ebenfalls einen Mehrwert. Emmer enthält im Vergleich zu gewöhnlichem Weizen mehr Eiweiß, Magnesium und Eisen

Sein hoher Anteil an komplexen Kohlenhydraten sorgt für lang anhaltende Sättigungsphasen und gute Leistungsfähigkeit. Besonders der hohe Gehalt an essentiellen Aminosäuren ist für den Nervenstoffwechsel von Bedeutung.

Es ist das Getreide der Bibel und der Römer und ernährte die Menschen als Grundnahrungsmittel über viele Jahrhunderte.

Durch seinen würzigen Geschmack ist Emmer im Speiseplan auch heute wieder z.B. bei Nudeln, Brot und Bier eine interessante Geschmacksbereicherung.

Emmer gibt auch dem historischen Emmerbier aus Riedenburg den milden und fruchtig-aromatischen Geschmack

DINKEL

folgt zeitgeschichtlich dem Emmer durch Kreuzung mit Wildgras. Die Hl. Hildegard v. Bingen beschreibt den Dinkel als gesund, bekömmlich, und wohltuend. Auch hier ist der ausgewogene Anteil an Eiweiß und Mineralstoffen hervorzuheben. Wir verwenden für Plankstettener DINKEL-Bier nur den ungekreuzten Oberkulmer Rotkorn.

ANBAU:

Alle bei uns verwendeten Urgetreidesorten werden im ökologischen Klostergut der Benediktinerabtei Plankstetten und von Bioland-Landwirten aus der Region angebaut. Sie sind ungekreuzt und ungezüchtet. Der Ertrag ist relativ gering, weshalb sie in den vergangenen Jahrzehnten für die konventionelle Landwirtschaft uninteressant geworden sind.

Ihr wunderbarer Geschmack und ihr hoher ernährungsphysiologischer Wert ist Grund für uns daraus wieder wohlschmeckende Biere zu machen.

Alle unsere Biere aus Urgetreide sind naturtrüb. Hierdurch bleiben alle wertvollen Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe sowie Polyphenole und Tannoide erhalten. Dies macht sich in einem unverwechselbaren vollmundigen Geschmack und Genusserlebnis bemerkbar.

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