Tradition mit Verantwortung

1866 kaufte die Familie Krieger von der Beilngrieser Brauereifamilie Schattenhofer das damalige Brauereianwesen im Stadtzentrum Riedenburg. Zu dieser Zeit gab es in Riedenburg noch 5 weitere Brauereien und ein „Kommun-Brauhaus“.
Um die Jahrhundertwende begann die schrittweise Verlagerung der Braustätte vom Stadtkern zum heutigen Standort im Stadtteil St. Anna, um der Entwicklung von der Gasthaus-Brauerei zum eigenständigen Unternehmen Rechnung zu tragen.
Der Vater des heutigen Eigentümers (Michael Krieger, 3.Generation) begann als einer der wenigen schon sehr früh mit der Produktion von Weißbier. Seither wurde die damalige „Brauerei Unterkrieger“ zum Marktführer in der Region für das weithin bekannte RIEDENBURGER WEIZEN. Die Tradition des Riedenburger Brauhaus gründet im Brauen der bayerischen Spezialität Weißbier.


Der heutige Bräu, Michael Krieger (4.Generation) übernahm 1970 nach einer fundierten Ausbildung als Diplom-Braumeister und Diplom-Kaufmann die Führung der Brauerei. Die äußeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für kleine mittelständische Brauereien änderten sich in den 80-iger Jahren mit dem Aufkommen der Brauindustrie und den Monomarken rasant. Viele Kleinbrauereien gaben auf.
Der Bräu erkannte frühzeitig die Zeichen der Zeit und entwickelte gemeinsam mit seiner Frau Martha ein Unternehmenskonzept, das den Fortbestand des Betriebes zukunftsweisend sichert. Auf der einzig verantwortbaren Verbindung von Ökologie und Ökonomie baut die heutige ökologische Brauphilosophie, die Nachhaltigkeit und Bierqualität gleichermaßen verpflichtet ist.


Der eherne Grundsatz, dass Qualität die oberste Priorität hat, wurde von der Familie Krieger zur öko-sozial nachhaltigen Unternehmensphilosophie weiterentwickelt.


Dazu gehört:

  • verantwortlicher Umgang mit den Ressourcen der Natur
  • konsequenter Umweltschutz
  • Vorrangigkeit regionaler Kreisläufe
  • Beitrag zum Erhalt klein-bäuerlicher Strukturen
  • handwerkliche und möglichst naturnahe Herstellung
  • Vollwertigkeit des Produkts Bier als Genuss- und Lebensmittel.

       
Ab 1989 begann nach einer Vorbereitungszeit die Umrüstung auf den heutigen Ökobetrieb. Die Umstellung des gesamten Betriebes konnte im Jahr 1994 erfolgreich abgeschlossen werden. Die bayerische Brauer-Familie Krieger ist damit ein Beispiel ökologischer Pionierarbeit in Deutschland. Seit 1994 ist das Brauhaus als erste bayerische Brauerei mit einem ganzheitlichen Öko-Konzept auf den Markt.

 

Kontinuierlich öko-sozial aktiv

  • Beginn der Umstellung zum Öko-Betrieb im Jahr 1989.
  • Bau eines neuen Brauereigebäudes nach ökologischen Gesichtspunkten.
  • Bohrung eines neuen Brunnens für das eigene Brauwasser, das keinerlei Aufbereitung bedarf, weil es "ursprünglich rein" ist.
  • Umrüstung der Kältetechnik von klimaschädlichem Treibgas auf Ammoniak.
  • Aufbau einer Erzeugergemeinschaft für ökologisches Getreide und Hopfen.
  • Im Jahr 1992 werden die ersten zwei Weißbiersorten ökologisch gebraut.
  • Im Jahr 1994 komplette Umstellung aller Biersorten auf Bioland-Zutaten.
  • Im Jahr 1997 Verzicht auf Filtration der Biere.
  • 1997 Partnerschaft mit der Benediktinerabtei Plankstetten. Die Brauerei braut die traditionellen Plankstettener Biere in Riedenburg aus dem im Kloster angebauten Bio-Getreide. Die Abtei erwirbt deshalb einen Kommanditanteil.
  • 1998 – 2005 Photovoltaikanlage kommt auf das Brauereidach. Verwendung von Rapsöl für den eigenen Fuhrpark. Beginn der bundesweiten Distribution im Naturkosthandel sowie Exportgeschäft in mittlerweile 8 europäische Länder.
  • In enger Kooperation mit unseren Bio-Landwirten wird die Versorgung mit den Urgetreidesorten Einkorn, Emmer und Dinkel aufgebaut.
  • 2006 Entwicklung von glutenfreiem Bier aus Hirsemalz.

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